Backen ohne Hefe: Aromatische Bärlauchbrötchen

Strahlender Sonnenschein, klare Luft und dann dieser Duft, dieser herrlich würzige, aromatische Duft! Es ist wieder Bärlauchzeit!

Für uns bedeutet das, jede Menge Ausflüge in den Wald, denn während wir Erwachsenen Bärlauch sammeln, machen die Kinder Picknick auf der Wiese, spielen am Bach oder im kleinen Wald. Einmal haben wir es in diesem Jahr gemeinsam geschafft, bevor die Ausgangsbeschränkung gemeinsame Spaziergänge außerhalb der Hausgemeinschaft verboten hat. Trotzdem hab ich ordentlich Bärlauch gesammelt, so dass ich neben dem klassischen Pesto noch ein paar weitere Rezepte für euch ausprobieren konnte, unter anderem diese leckeren Bärlauchbrötchen.

Das besondere daran: Sie kommen ganz ohne Hefe aus, Backpulver genügt völlig! Warum ich das extra betone? Tja, ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber bei uns ist Hefe aktuell das neue Klopapier. Egal ob frisch oder trocken, Hefe ist in allen Supermärkten, Discountern und sogar in den Drogerien aus. In ein paar Jahren werden wir sicher darüber lachen, aber in der aktuellen Corona-Krise käme man mit ToiPa und Hefe als Tauschmittel bestimmt ziemlich weit…

Frische Bärlauch-Brötchen. Ist die Farbe nicht der Hammer?

Die Zutaten (für ca 16 kleine Brötchen)

  • 500 g Dinkelmehl 1050
  • 100 g Pflanzenmargarine
  • 250 ml Haferdrink
  • 75 g Bärlauch
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 TL Salz
Herrlich aromatische Bärlauchbrötchen

Das Rezept

  • Heize den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vor.
  • Wasche den Bärlauch, trockne ihn und zerkleinere ihn grob.
  • Gib den zerkleinerten Bärlauch zusammen mit der Hafermilch in ein hohes Rührgefäß oder in den Standmixer und püriere die Masse ordentlich.
  • Nun gibst du alle Zutaten inklusive der Bärlauch-Milch in ein Rührgefäß und knetest daraus einen gleichmäßigen Teig.
  • Teile den Teig in etwa 16 gleichgroße Stücke und forme daraus kleine Brötchen.
  • Gib die Brötchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und lasse sie im vorgeheizten Ofen bei 220°C für etwa 25 Minuten backen.

Guten Appetit!

Diese Farbe – Bärlauch, soweit das Auge reicht!

Bärlauch – Heimischer Nährstofflieferant

Während die meisten Gemüse um diese Jahreszeit gerade mal als zarte Keimlinge aus der Erde sprießen, ist der Bärlauch schon erntereif und damit einer der ersten Vitamin C-Lieferanten, die man in unserer Gegend findet. Auf 100 g Bärlauch kommen ganze 150 mg Vitamin C, das ist ein Wert, der dreimal höher ist als der einer Zitrone! Klar, wer isst schon 100 g Bärlauch. Um auf die 50 mg Vitamin C zu kommen, die 100 g Zitrone liefern, benötigt es aber nur 33 g Bärlauch – gar nicht mal schlecht, oder?

Gerade in der aktuellen Zeit kann Vitamin C definitiv nicht schaden, denn es stärkt unter anderem unser Immunsystem und unterstützt so die körpereigenen Abwehrkräfte. Ein starkes Immunsystem kann aktuell sicher jeder gebrauchen, denn während das Wetter fröhlich von warm zu kalt, von + 16°C zu – 3°C wechselt, bäumt sich nicht nur die jährliche Erkältungswelle ein letztes Mal auf, es grasiert auch weiterhin COVID-19.

Auch mit reichlich Folsäure kann der Bärlauch dienen, auf 100 g kommen hier 17 µg. Allen Schwangeren und Stillenden und Frauen mit Kinderwunsch dürfte dieses Vitamin ein Begriff sein, denn es ist nicht nur verantwortlich für die Vermeidung von Neuralrohrdefekten beim Ungeborenen, sondern auch für das Zellwachstum. Gerade in den genannten Lebenssituationen ist der Bedarf an Folsäure besonders hoch, was zum einen durch entsprechende Nährstoffpräparate ausgeglichen wird und zum anderen durch eine geschickte Ernährung unterstützt werden kann.

Nun aber genug geredet – ab in den Wald mit euch! Nutzt das schöne Wetter und geht Bärlauch sammeln, denn die Saison ist kurz!

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