Frühling auf dem Teller: Cremige Bärlauchsuppe

Bärlauch ist einfach das Gewürz des Frühlings, findet ihr nicht auch? Für uns gehört ein Spaziergang zu „unserem“ Bärlauch-Platz einfach dazu! Je näher wir der Stelle kommen, desto stärker wird der würzig-aromatische Geruch, bis wir plötzlich von saftig-grünen Bärlauch-Blättern umgeben sind. Ich gebe zu, ich sammle manchmal vielleicht etwas viel davon, aber Bärlauch ist einfach zu lecker! Was also tun mit all den Blättern?

Ich habe euch ja bereits einige Ideen vorgestellt, wie zum Beispiel den Klassiker, das leckere Bärlauch-Pesto oder die aromatischen Bärlauch-Brötchen, die ganz ohne Hefe auskommen. In diesem Jahr gab es bei uns zum ersten Mal eine Bärlauch-Creme-Suppe, die nicht nur mir, sondern auch dem Göttergatten ganz wunderbar geschmeckt hat. Gerade in der Frühlingszeit gehören Suppen zu meinen ganz großen Favoriten, denn während es tagsüber oft schon fast sommerlich warm ist, kühlt es doch rapide ab, sobald die Sonne verschwunden ist. Ein wärmendes Süppchen zum Abendessen kommt da wie gerufen!

Bärlauch-Suppe – perfekt für den Frühling!

Die Zutaten (für 3 – 4 Portionen)

  • 4 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 100 g Bärlauch
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 50 g Schmand
  • Salz, Pfeffer
  • Etwas Rapsöl
  • Etwas Zitronensaft

Das Rezept

  • Schäle die Zwiebel und schneide sie in feine Würfel.
  • Schäle die Kartoffeln und würfel sie grob.
  • Erhitze etwas Rapsöl in einemTopf und dünste die Zwiebeln darin an.
  • Gib anschließend die Kartoffeln zu und lass diese ebenfalls kurz andünsten.
  • Gieß nun die Gemüsebrühe zu, würze mit Salz und Pfeffer und lass alles einmal aufkochen.
  • Nun darf die Suppe etwa 15 Minuten köcheln, bis die Kartoffelstücke gar sind.
  • Wasche währenddessen den Bärlauch und zerteile ihn grob.
  • Sind die Kartoffeln gar, gibst du den Bärlauch in die Suppe und pürierst alles zu einer cremigen Suppe.
  • Rühre anschließend den Schmand ein und schmecke die Suppe noch einmal mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft ab, bevor du sie servierst.

Guten Appetit!

Die Bärlauchsuppe eignet sich wunderbar als würzige Vorspeise zum Ostermenü, aber auch als komplette Mahlzeit. Sättigt euch die Suppe nicht ausreichend, passen dazu Vollkornbrötchen oder selbstgemachte Croutons.

Die leckere Bärlauchsuppe schmeckt sowohl zur Vor- als auch zur Hauptspeise

Zu viel Bärlauch – was nun?

Hast du trotz Suppe, Pesto, Brötchen und Co immer noch zu viel Bärlauch, kannst du diesen ganz einfach haltbar machen:

  •  Wasche die Bärlauchblätter und schneide sie in schmale Streifen.
  • Gib die Streifen in ein hohes Rührgefäß.
  • Gib etwas Öl in das Gefäß und fange dann an, die Blätter zu pürieren.
  • Träufle bei Bedarf immer wieder etwas Öl hinzu, sodass sich das Ganze zu einer cremigen Paste verarbeiten lässt.
  • Fülle die Bärlauchpaste nun in Eiswürfelformen und friere sie ein.
  • Sind die Würfel gefroren, kannst du sie aus der Form drücken, in eine wiederverschließbare Schüssel oder einen Beutel geben und wieder einfrieren. So kannst du bei Bedarf immer etwas Bärlauchpaste entnehmen und diese für Brötchen, Pesto, Aufstriche oder einfach zum Würzen verwenden.
  • Die eingefrorene Paste sollte innerhalb von 6 Monaten aufgebraucht werden.

Ich bin ganz ehrlich: Ein klein bisschen traurig bin ich schon, dass die Bärlauchzeit bald vorbei ist. Allerdings habe ich schon den ersten Spargel in den Regalen gesehen und auch die Erdbeerzeit ist nicht mehr weit. So lässt man sich doch gerne über das Ende der Bärlauchsaison hinweg trösten.

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