Gedanken zu… Nachhaltig leben

So viele Eindrücke, so viel erlebtes! Inspirierende Gespräche, tolle Menschen, neue Produkte und ein gemeinsames Ziel: Etwas mehr Bio und Nachhaltigkeit in diese Welt zu bringen! Diesen Spirit habe ich in diesem Jahr ganz besonders gespürt, diesen Wunsch  nach einem wachsenden Bewusstsein für Ökologie und Achtsamkeit.

Viele werden jetzt sagen „Na klar, das ist jetzt eben gerade ein Trend, der durch die Medien geht.“ Klar, nicht zuletzt dank Greta Thunberg und den Fridays for Future gerät Klimaschutz immer mehr in den Fokus und auch Discounter wie Lidl springen auf den Nachhaltigkeitszug auf, indem sie mit Marken wie Bioland kooperieren. Ist daran etwas Verwerfliches? Ich finde nein, denn hier zeigt sich ganz deutlich, was wir geschafft haben, jeder einzelne von uns, der einmal öfter zu Bio als zum herkömmlichen Produkt greift, jeder einzelne, der sein Gemüse lose in den Korb legt und auf die Tüte verzichtet, jeder einzelne, der sich einmal mehr für Fair Fashion Label oder Biokosmetik entscheidet.

Am Stand von Bio Planète finden sich unglaublich leckere Bio-Öle
Aus dem bei der Ölgewinnung anfallenden Trester werden Proteinmehle hergestellt

Wir haben es in der Hand, wir Verbraucher bestimmen mit unserem Konsum, wohin die Reise geht. Je nachhaltiger und bewusster wir konsumieren, desto mehr steuern wir die Unternehmen in Richtung Bio. Und der Spirit, der auf der Biofach und vor allem auf der Vivaness in der Luft lag, hat mir gezeigt: Die Unternehmen wollen das auch! Es findet ein Umdenken statt, denn Bio soll jetzt nicht nur innen drin sein, sondern auch außen rum. Die Branche verzichtet auf Kunststoff, wo es nur geht. Produkte werden rein in Karton gepackt, Umverpackungen aus Folie fehlen. Da wo es nicht anders geht, weil die Produkte flüssig sind oder es einer Barriere bedarf, greift man auf Verpackungen zurück, die kompostierbar sind oder aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. So finden sich hier Seifenboxen, die aus flüssigem Holz gegossen wurden oder Tuben, hergestellt aus Zuckerrohr.

Am Stand von Spa Vivent findet man neben zahlreichen Waschseifen auch eigens dafür kreierte Boxen, hergestellt aus flüssigem Holz

Mich hat das alles so beeindruckt, denn es zeigt einmal mehr, dass es tatsächlich darauf ankommt, was der Kunde will. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an diese tolle Atmospähre, dieses gemeinsame Streben nach Nachhaltigkeit denke!

Dank tollen Gesprächen mit Bloggerkolleginnen und Anbietern habe ich aber auch für mich neue Ansätze gefunden. Klar, ich mache mir schon seit Jahren Gedanken über die Umwelt, was unter anderem ein Grund war, weshalb ich mich seit letztem Sommer vegetarisch / vegan ernähre. Ich versuche, zusätzliche Verpackung zu vermeiden, kaufe Obst und Gemüse überwiegend regional und saisonal und verzichte auf Convenience-Produkte. Wenn es möglich ist, lasse ich das Auto stehen und fahre mit dem Rad oder laufe zu Fuß – gut für die Umwelt und gut für die Gesundheit. Die Klassiker eben. Ich fühlte mich gut dabei, weil ich mir dachte, damit tue ich schon mehr als manch anderer. Dass es das nicht gewesen sein kann, hab ich an diesem Messetag ganz deutlich erkannt und wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, muss ich zugeben, dass da sicher auch ein großes Stück Bequemlichkeit Schuld daran ist. Es ist immer einfacher, beim Altbekannten zu bleiben, anstatt sich mit Neuem zu beschäftigen. Den Blick vor Veränderung zu verschließen und sich durch die Dinge, die man bereits tut, ein gutes Gewissen zu schaffen. Versteht mich nicht falsch, es ist überhaupt nichts Verwerfliches daran, stolz auf das Geleistete zu sein. Wir dürfen uns aber nicht darauf ausruhen, sondern müssen wachsen, nach Neuem suchen und uns weiter entwickeln.

Urtekram setzt auf Verpackung aus Zuckerrohr

Für mich stehen in diesem Jahr die Themen Fair Fashion, Naturkosmetik und Müllvermeidung ganz klar im Fokus. Es ist so wichtig, was wir an unsere Haut lassen und vor allem wie die Dinge erzeugt werden, die wir tagtäglich konsumieren, aufcremen oder tragen. Es wird ein großer Schritt und es ist sicherlich nicht immer leicht, denn schnell per Klick ein paar passende Teile beim altbekannten Onlineshop zu bestellen, ist natürlich viel bequemer, als sich mit neuen Optionen auseinander zu setzen. Ähnlich ist es für mich mit der Naturkosmetik. Bisher war ich glücklich, wenn ich endlich Creme und Shampoo gefunden habe, die meine Haut nicht irritiert haben und dann noch halbwegs das erreicht haben, was ich mir von ihnen gewünscht habe. Und jetzt soll die Suche von vorne los gehen, nur in Bio? Aber psst, ich hab da einen Tipp für alle, die sich ebenfalls mit diesen Ansätzen beschäftigen: Schaut mal bei „Conscious lifestyle of mine“ vorbei. Rosa beschäftigt sich schon lange mit diesen Themen und hat auf ihrem Blog allerhand Tipps, Namen und Erfahrungsberichte zusammengetragen.

Der Blick über den Tellerrand ist so wichtig, denn nur so erkennen wir die unendliche Vielfalt an Möglichkeiten, die Alternativen zum Herkömmlichen und neue Wege um das zu erreichen, was uns wichtig ist. Seid stolz auf das, was ihr bereits erreicht habt und sucht gleichzeitig nach Möglichkeiten um weiter an und mit diesem Thema zu wachsen. Wenn ihr Tipps für mich habt, dann immer gerne her damit, packt sie mir in die Kommentare. Ich freue mich über jeden einzelnen.

*Werbung, da Verlinkung. Unbezahlt, unbeauftragt.

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