Geniales One-Pot-Gericht: Chili sin Carne mit Quinoa

Lange Zeit zählte das ja zu meinen absoluten Lieblingsgerichten: ein richtig leckeres und ordentlich scharfes Chili! Seit Juli 2018 lebe ich nun vegetarisch/vegan und hab mich seitdem an kein fleischloses Chili getraut – bis jetzt…

Eines vorab: Wer glaubt, eine vegetarische Version schmeckt so wie das Original, der täuscht sich! Ich sag es immer wieder, wer vegetarisch oder vegan lebt, der geht damit auch einen Weg hin zu neuen Gerichten, kulinarischen Überraschungen und bisher unbekannten Geschmackskombinationen. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, ganz im Gegenteil! Mich hat diese Reise bisher unglaublich begeistert, denn ich habe – egal ob zu Hause oder im Restaurant – Gerichte probiert, an die ich früher nie gedacht hätte „weil man halt immer was mit Fleisch nimmt“.

Was ich damit eigentlich sagen will: Nachbauen und erwarten, dass es wie die bekannte Version mit Fleisch schmeckt, ist doof, denn das wird es nicht! Nachbauen und offen sein für ein neues, ganz wunderbares Gericht ist super, denn dann wird man so oft ganz positiv überrascht! So auch hier, denn dieses vegane Chili hat nicht nur mich, sondern auch gleich meine 2-jährige Tochter überzeugt.

Vegan und lecker: Quinoa-Chili

Die Zutaten (für 4 Portionen)

  • 250 g Quinoa
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • 1 Dose Mais
  • 1 rote Paprika
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Glas (690 g) Passata
  • ca. 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 EL Tomatenmark
  • etwas Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Kreuzkümmel
  • Oregano
  • Saft einer Zitrone
  • nach Belieben Chili(pulver)

Das Rezept

  • Schäle Zwiebeln und Knoblauch und schneide beides in kleine Würfel
  • Erhitze nun etwas Olivenöl und dünste darin erst die Zwiebeln für einige Minuten an, gib dann den Knoblauch dazu
  • Wasche die Paprika, entferne Strunk und Kerne und schneide sie in Würfel
  • Gib die Paprikawürfel sowie 1 EL Tomatenmark zu und lasse alles kurz mitdünsten
  • Jetzt gibst du auch den Quinoa in den Topf und rührst alles gut durch
  • Nach 2 – 3 Minuten gießt du das Ganze mit der Gemüsebrühe und der Passata auf
  • Würze mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel und lass das Chili für etwa 10 Minuten leicht köcheln
  • Wenn du gerne mehr Flüssigkeit hättest (ist ja immer Geschmackssache), dann gieße gerne Gemüsebrühe nach
  • Gieß den Mais und die Bohnen in ein Sieb, lass beides abtropfen und gib es nun in das Chili
  • Lass alles nochmal für etwa 5 – 10 Minuten köcheln
  • Nun schmeckst du das Chili mit den Gewürzen und Zitronensaft ab

Guten Appetit!

Chili sin Carne mit reichlich Gemüse

Quinoa – was steckt drin in den kleinen Körnern?

Quinoa wird auch „Inkakorn“ genannt, denn schon die Inka hatten ihn damals als wertvollen Nährstofflieferanten erkannt und sich seiner reichlich bedient. Das wunderbare an Quinoa ist, dass er zwar auf 100 g rund 370 Kalorien hat, allerdings liefert er uns auch reichlich Proteine, ungesättigte Fettsäuren und komplexe Kohlenhydrate. Letztere machen uns im Vergleich zu einfachen Kohlenhydraten, wie wir sie zum Beispiel in Weißmehlprodukten finden, länger satt und liefern zudem noch viele gute Vitamine und Mineralstoffe.

Dank dem Inkakorn erhalten wir auch reichlich Ballaststoffe. Diese sind quasi der Boost für unsere Verdauung. Ballaststoffe sind unverdauliche Bestandteile unserer Nahrung. Wer nun denkt „Unverdaulich? Dann bringen die mir ja gar nix!“, der täuscht sich, denn Ballststoffe dienen unseren Darmbakterien als Nahrung. Und nicht nur das: Sie quellen in unserem Darm mit Hilfe von Flüssigkeit auf, vergrößern so den Nahrungsbrei und sorgen für regelmäßigen und problemlosen Stuhlgang. Deshalb ist es unglaublich wichtig ausreichend zu trinken, wenn man ballaststoffreiche Speisen zu sich nimmt!

Kennt ihr Quinoa bereits? Welches Gericht bereitet ihr damit am liebsten zu?

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