Neues aus dem Pestoglas: Sommerliches Zucchinipesto

Na, wo sind die Zucchini-Fans unter euch? Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber mit eigener Pflanze im Garten wird man gegen Ende des Sommers ab und an richtig überschüttet mit reifen Früchten – meist aber zu einer Zeit, zu der man von Zoodles über Zucchinisauce und –suppe bis hin zu gefüllten Zucchinis schon alles durch hat. Was also tun mit der Ernte? Wie wäre es mit einem leckeren Pesto?

Dass ich ein riesiger Pesto-Fan bin, ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr! Ich hab mich schon durch sämtliche Kräuter, Kerne und Nüsse gekocht, nur an Gemüse hab ich mich bisher noch nicht so richtig ran gewagt. Blöd eigentlich, denn gerade davon gibt es ja im Sommer massig und es ist eine prima Möglichkeit, die Kräutercreme mit ordentlich Vitaminen anzureichern.

Die Zucchini – alles andere als langweilig!

Seitdem ich denken kann, haben wir im Garten eine oder zwei Zucchinipflanzen. Klar, dass ich das im eigenen Haus so weiter geführt habe, denn Zucchini sind wirklich dankbare Pflanzen! Gib ihnen einen sonnigen Standort und ausreichend Nährstoffe und sie belohnen dich regelmäßig mit leckeren Früchten. Ich hab sie schon im Topf auf dem Balkon angebaut, am sonnigsten Platz des Gartens und auch im Halbschatten, bisher hat alles so halbwegs geklappt. Generell lieben die Pflanzen aber die Sonne und werfen dort auch mehr Ertrag ab.

Sommerliches Nudelgericht: Pasta mit Zucchinipesto

Das Tolle an der Zucchinifrucht ist, dass man sie sowohl roh als auch gekocht / gebraten essen kann – der Fantasie sind somit keine Grenzen gesetzt! Haben wir allzu viele Zucchinis, verwende ich sie ganz einfach als Gurkenersatz und schneide sie roh in einen griechischen Bauernsalat. Meine Tochter liebt sie als Beigabe in der Tomatensauce und abends zur Brotzeit schmecken sie uns besonders gut, wenn wir dünne Scheiben in Olivenöl kross braten und dann mit italienischen Kräutern und Balsamico würzen.

Ein Wunderwerk an Vitaminen und Mineralstoffen

Auch für unseren Körper tut die leckere Frucht allerhand, denn sie ist ein kleiner Alleskönner: Durch ihren hohen Wasseranteil ist die Zucchini relativ kalorienarm und deshalb die perfekte Zutat wenn es darum geht, das eine oder andere kg zu verlieren oder das Gewicht zu halten. Sie schmeckt, sättigt und kurbelt dank der enthaltenen Ballaststoffe unsere Verdauung an. Noch dazu versorgt uns die Zucchini mit Mineralstoffen wie Eisen, das wichtige Aufgaben bei der Blutbildung übernimmt, Magnesium, das unsere Muskelkontraktionen steuert und Kalzium, welches für den Knochenaufbau benötigt wird.

Selbstverständlich versorgt uns die Zucchini auch mit allerlei Vitaminen. Dank Vitamin C unterstützt die grüne Frucht unsere Immunabwehr und ist so ein starker Verbündeter im Kampf gegen fiese Erkältungen, die gerade im Sommer und im Frühherbst kein Mensch gebrauchen kann. Sie liefert uns Betacarotin, welches eine Vorstufe des für Sehkraft und Immunsystem wichtigen Vitamin A ist. Betacarotin findet sich in dem meisten Gemüse mit kräftiger gelber, oranger oder grüner Farbe und wird von unserem Körper zu Vitamin A umgewandelt.

Aromatisch und lecker: Linguine mit Zucchini-Pesto

Ihr seht, nicht nur geschmacklich hat uns die Zucchini allerhand zu bieten! Jetzt aber das Wichtigste:

Die Zutaten

  • 250 g Zucchini
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Bund frisches Basilikum
  • 70 g Sonnenblumenkerne
  • 50 ml Kürbiskernöl
  • 70 ml Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Das Rezept

  • Zuerst wäschst du Zucchini und Frühlingszwiebel und schälst die Knoblauchzehen.
  • Schneide nun die Zucchini in Würfel, die Frühlingszwiebel in Ringe und zwei der Knoblauchzehen ebenfalls in feine Würfel.
  • Dünste alles in etwas Olivenöl an.
  • Nun gibst du alle Zutaten (auch die angedünsteten) in ein hohes Rührgefäß und pürierst sie zu einer gleichmäßigen Masse.
  • Schmeck dein Pesto ganz nach Belieben mit Salz und Pfeffer ab, bevor du es zusammen mit (Vollkorn-)Nudeln servierst.
  • Wenn du magst, kannst du noch ein paar Sonnenblumenkerne oder etwas Parmesan darüber geben.

Guten Appetit!

Tipp:

Selbstverständlich kannst du auch nur Olivenöl verwenden, wenn du kein Kürbiskernöl im Haus hast. Ich experimentiere aber gerne mit Nuss- oder Kernölen wie dem Kürbiskernöl oder Walnussöl, da sie gerade in Pestos eine herrlich nussige Note abgeben und eine ganz hervorragende Fettsäurezusammensetzung haben.

Bist du auch so ein großer Pesto-Fan wie ich? Welches ist dein Favorit?

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