Regionale Powerrübe: Rote-Bete-Smoothiebowl

Regional und bio soll sie am besten sein, meine Ernährung. So tue ich nicht nur mir etwas Gutes, sondern auch unserer Umwelt und den kleinen
Landwirtschaftsbetrieben in unserer Gegend. Dass das im Winter leichter gesagt ist als getan, hab ich schnell gemerkt. Mein Abokisten-Lieferant bietet zwar trotz winterlicher Temperaturen noch ein große Auswahl an: Auberginen und Paprika aus Spanien, Brokkoli aus Italien oder Schwarzwurzeln aus den Niederlanden – alles nicht das, was ich will.

Die Auswahl an regionalem Gemüse ist mau: Da stehen hauptsächlich Knollen auf dem Plan, unter anderem Karotten, Pastinaken oder Rote Beete. Letztere finde ich zwar klasse, aber täglich Rote Bete Carpacchio wird auf Dauer auch langweilig. Dabei ist die rote Knolle doch so gesund:

Tolle Knolle: Ein Superfood voller Vitamine

Rote Bete ist reich an Eisen, B-Vitaminen und Folsäure, alles wichtige Helferlein, um unsere Blutbildung anzukurbeln. Gerade für Menschen, die unter Eisenmangel leiden oder für Vegetarier und Veganer, die auf Eisen aus Fleisch verzichten, ein großer Pluspunkt.

Zusätzlich liefert uns die kleine Knolle ordentlich Vitamin C, welches unser Immunsystem kräftigt, unser Bindegewebe aufbaut und fungiert als Antioxidans. Das bedeutet, dass es freie Radikale eliminiert, die in unserem Körper entstehen und unsere Gefäße und Zellen so verändern, dass diese erhebliche Schädigungen erleiden und negative Prozesse in Gang geraten können. Es ist sozusagen ein Radikalfänger.

Auch die tolle Farbe des Gemüses bietet nicht nur rein optische Vorteile: Durch den roten Farbstoff versorgt uns die Knolle mit Betaninen, welche antioxidativ und antikanzerogen wirken. Sie schützen uns also vor negativen Veränderungen der Zellen und hemmen Entzündungswirkungen in unserem Körper. Ein kleiner Nebeneffekt: Rote Bete gibt unserem Essen eine wahnsinnig hübsche Farbe, sowohl roh als auch gekocht.

Ich hab mich diesmal an die rohe Verarbeitung der Knolle gewagt und zwar in Form einer Smoothie-Bowl. Für mich ein völlig neuer Ansatz, aber warum auch nicht, hatten mich doch  auch schon Spinat, Salat und Karotten in Smoothies so positiv überrascht.

Die Zutaten (für 2 Portionen)

  • 2 Bananen
  • 1 große Rote Bete (roh)
  • 1 Apfel
  • 1 Handvoll Mandeln
  • 4 EL Haferflocken
  • Etwas Wasser oder Hafermilch

Das Rezept

  • Schäle die Bananen und die Rote Bete, wasche den Apfel und entferne das Kernhaus.
  • Anschließend zerteilst du Obst und Gemüse in grobe Stücke und gibst es in den Standmixer. Gib da weiche Obst nach unten, dann tut sich der Mixer leichter.
  • Nun gibst du die Mandeln, die Haferflocken und etwas Flüssigkeit nach Wahl in den Mixer und pürierst alles, bis eine dickflüssige Masse entsteht.
  • Je nach gewünschter Konsistenz kannst du natürlich mehr oder weniger Flüssigkeit zugeben.
  • Jetzt füllst du die Masse in zwei Müslischalen und dekorierst sie ganz nach Lust und Laune mit frischen oder gefrorenen Früchten, Nüssen, Kakaonibs oder Cerealien.

Guten Appetit!

Smoothie Bowls – bunter Spaß für die Kleinen

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Smoothies und Smoothie Bowls vor allem bei Kindern super ankommen. Grund hierfür sind sowohl die kräftigen Farben als auch der lecker-süße Geschmack. Für viele eine prima Möglichkeit, Gemüse „zu verstecken“. Klar, kann man machen, wenn es nicht anders geht. Ich persönlich bin kein Freund des Versteckens, denn so verstärkt man nur den negativen Eindruck, den das Kind vom Gemüse hat. Von der Speisekarte streichen muss man die Vitaminbomben deswegen nicht, ganz im Gegenteil:

Geht offen damit um, was in den Smoothiebowls drin ist und ermutigt zum mitmachen und ausprobieren! Eine bunte Mischung an Obst und Gemüse lockt doch gerade dazu, einfach mal zu mischen, zu probieren und zu dekorieren. Egal ob nach Farben sortiert oder bunt gemischt – erlaubt ist, was Spaß macht! Gerade dieses ausprobieren und selbst entscheiden dürfen lässt dann doch den einen oder anderen Gemüsemuffel zugreifen. Und wenn nicht beim ersten Versuch, dann vielleicht beim nächsten Mal.

Tipp:

Ihr habt mal wieder zu viele Bananen gekauft und sie färben sich schon bedenklich ins bräunliche? Kein Problem, denn ihr könnt sie geschält und in Stücke geschnitten perfekt einfrieren. So sind sie dann die perfekte Basis für Smoothiebowls oder Nicecream.

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