Protein-Bombe: Rote Linsen-Suppe

Anfang November bis Ende März ist für mich die klassische Suppenzeit. Wechselhaft, regnerisch, oft auch noch kalt… Was gibt es da besseres, als es sich bei einem Teller duftender, heißer Suppe gut gehen zu lassen? Optimal natürlich, wenn sie auch noch schnell gemacht sind und richtig schön satt machen, so wie diese leckere rote Linsen-Suppe.

Hülsenfrüchte haben oft ein etwas altbackenes Image, denkt man dabei doch meist zuerst  an Oma’s Erbsensuppe oder bei uns in der Gegend an klassische „Bohnakern“, also deftig gekochte Bohnenkerne, meist mit Rauchfleisch und Klößen serviert. Dies beweist, dass schon unsere Großmütter von den vielen positiven Wirkungen auf unsere Gesundheit wussten. Die kleinen Früchte sind nämlich nicht nur reich an pflanzlichem Protein, sondern beinhalten auch noch jede Menge Ballaststoffe.

Pflanzliches Protein – brauch ich das?

In unserer heutigen Gesellschaft wird man leider oft belächelt, wenn man von pflanzlichem Protein spricht, bezieht man nach der allgemeinen Meinung „richtiges“ Eiweiß doch am besten über Fleisch. Liebe Leute, pflanzliche Proteinquellen haben einige ganz große Vorteile: Während der Großteil unseres Fleisches aus der Massentierhaltung stammt (komisch, wo doch jeder nur aus „guter Herkunft“ kauft), in der bekannterweise katastrophale Zustände herrschen, brauchen wir uns bei pflanzlichem Protein weder Gedanken um die den Lebewesen unwürdige Haltung, noch um unnötige Gabe von Antibiotika und sonstigen Medikamenten machen. Kaufen wir Hülsenfrüchte aus biologischem Anbau, so müssen wir uns nicht mal über gefährliche Spritz- und Düngemittel den Kopf zerbrechen.

Schnell und lecker: rote Linsen-Suppe

 Hinzu kommt, dass Fleisch, die Hauptquelle des tierischen Proteins, je nach Sorte reichlich Purine enthält. Purine sind Stoffe, die unser Körper zu Harnsäure abbaut. Zu viel Harnsäure erhöht den Harnsäure-Wert in unserem Körper, wodurch Gicht ausgelöst wird, eine Krankheit, die schmerzhafte Gelenkentzündungen mit sich bringt. Ersetzen wir zumindest ab und an tierisches durch pflanzliches Eiweiß, mindern wir dieses Problem, ohne unserem Körper das wichtige Protein vorzuenthalten.

Die Zutaten (für 2 Portionen)

  • 200 g rote Linsen
  • 1 Zwiebel
  • 2 Karotten
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 2 Chilis (alternativ Chilipulver)
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 TL Rapsöl
  • Salz, Pfeffer

Das Rezept

  • Schäle Zwiebel und Karotten, würfel sie klein und schwitze die Würfel in etwas Rapsöl an.
  • Gib die Linsen hinzu, röste diese ebenfalls kurz an und gieß das Ganze mit der Gemüsebrühe auf.
  • Schneide die Chilis klein, presse die halbe Zitrone aus und gib beides in den Topf.
  • Würze die Suppe mit Salz und Pfeffer, koche sie auf und lass sie für etwa 15 Minuten köcheln, bis die Linsen gar sind.
  • Schmecke sie noch einmal mit den Gewürzen und falls nötig etwas Zitrone ab, bevor du sie servierst.
  • Tipp: Hast du die Suppe schon auf Tellern angerichtet, gibt ihr ein Klecks Joghurt ein fein-säuerliches Aroma.

Guten Appetit!

Protein – wie viel brauche ich eigentlich?

Für uns „Normalos“ gilt aus Faustregel eine Menge von  0,8 – 1 g Eiweiß pro kg Körpergewicht und pro Tag. Für eine Frau mit 65 kg wären das gerade mal zwischen 52 g – 65 g Eiweiß pro Tag. Klingt machbar, oder? Gerade mit der richtigen Lebensmittelauswahl ist das im Normalfall gar kein Problem, sodass ihr getrost die Finger von Proteinpulvern und Co lassen könnt. Mit einer Portion dieser Suppe habt ihr schon stolze 28 g Protein intus, bezogen auf das Beispiel von eben also schon in etwa die Hälfte des Tagesbedarfs.

Für Leistungssportler gelten hier natürlich andere Werte, ebenso wenn ihr extremen Muskelaufbau betreibt.

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